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Achsel-Botox statt Antitranspirant

Achsel-Botox statt Antitranspirant
bruce mars | Unsplash

Schwitzen ist eine wichtige und völlig normale Körperfunktion, denn durch die Schweißbildung reguliert unser Körper auf ganz natürliche Weise seine Temperatur. Von einer Hyperhidrosis (oder einer erhöhten Schweißbildung) spricht man, wenn der Körper an manchen Stellen (z.B. Achseln, Hände, Füße) über die Temperaturregulation hinaus wesentlich mehr Schweiß produziert. Dabei handelt es sich beispielsweise um eine individuelle Veranlagung oder um eine Medikamenten-Nebenwirkung. Ebenso kann die erhöhte Schweißbildung durch einen von vielen möglichen Triggerfaktoren (wie Alkohol, Stress, Koffein, …) bedingt sein oder dadurch verstärkt werden. 

Das vegetative Nervensystem, das unsere Schweißdrüsen steuert, arbeitet außerhalb unserer willkürlichen Kontrolle. Dieser Kontrollverlust ist vielen Menschen sehr unangenehm, selbst wenn sie nicht unter eine Hyperhidrosis im medizinischen Sinne leiden. Schweißflecken unter den Achseln können belastend sein und das Tragen enger Kleidung oder bestimmter Materialien (Seide, Kunstfaser) unmöglich machen.

Durch eine Botulinum-Behandlung (Botox®) der Achseln kann die Signalübertragung von den Nervenzellen zu den Schweißdrüsen vorübergehend blockiert werden, was die Schweißbildung für einige Monate drastisch reduziert oder sogar komplett stoppt. 

Wie läuft die Behandlung ab?

Pro Achsel werden 10 – 15 kleine Depots von Botulinum mit einer ganz feinen Nadel direkt in die Haut gesetzt, denn dort befinden sich die Schweißdrüsen. Die gesamte Behandlung dauert weniger als 30 Minuten.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

In der Regel ist der Einstich kaum zu bemerken. Es kann ein ganz leichtes Brennen spürbar sein, weil der pH-Wert des Medikaments von dem des Körpergewebes abweicht. Bei starker Empfindlichkeit kann kurz vor der Behandlung eine Betäubungscreme aufgetragen werden. 

Was muss ich vor und nach der Behandlung beachten?

Am Tag vor der Behandlung solltest du die Achseln rasieren. Direkt nach der Behandlung sollte kein Deo verwendet und bis zum nächsten Morgen nicht geduscht oder gebadet werden. Am besten ist es, wenn du nach der Behandlung für 24 h auf Sport, übermäßigen Alkoholkonsum und Sonnenbaden ganz verzichtest, weil dadurch die Durchblutung angeregt wird. Dies könnte eine schwächere Botulinum-Wirkung zur Folge haben.

kyle smith | Unsplash

Wie lang hält die Wirkung an?

Die Wirkung setzt nach 7 – 14 Tagen ein und hält bis zu 6 Monate an, manchmal sogar länger. Wie bei allen Botulinum-Behandlungen ist die tatsächliche Wirkdauer von individuellen Faktoren abhängig. Da sich die Rezeptoren in den Nervenzellen nach und nach regenerieren, setzt zum Ende der Wirkdauer langsam wieder die normale Schweißbildung ein. Dann ist es an der Zeit die Behandlung zu wiederholen. 

Gibt es Nebenwirkungen?

Nicht wirklich. Wie bei jeder Injektion sind kleine blaue Flecken oder Entzündungen möglich, in diesem Bereich in der Praxis jedoch selten. Es gibt keine negativen Auswirkungen auf die Schweißbildung des restlichen Körpers. Die Temperaturregulationsfähigkeit bleibt erhalten.

Übernimmt die Krankenkasse die Behandlungskosten?

Alle unsere Botulinum-Behandlungen gelten als ästhetische Behandlungen und sind somit Selbstzahlerleistungen. Bei einer diagnostizierten Hyperhidrose erstatten private Krankenversicherungen manchmal die Behandlungskosten. Dies muss im Einzelfall vor der Behandlung mit der Krankenkasse abgeklärt werden. Wir können dafür leider keine Garantie übernehmen.

Fragen? Schreib uns über das Kontaktformular und wir rufen zeitnah zurück.

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